K+T Alu-Zink Druckguss GmbH · Finnentrop-Lenhausen · seit über 30 JahrenZur Unternehmenswebsite
Verfahren · Aluminiumdruckguss

Aluminiumdruckguss aus deutscher Fertigung.

Leicht, fest, korrosionsbeständig: Aluminium-Druckgussteile für Maschinenbau, Automotive, Elektrotechnik und Medizintechnik – aus über 30 Jahren Erfahrung.

Spezifikationen
Verfahren
Kaltkammer-Druckguss
Schließkräfte
250 – 850 t
Bauteilgewicht
5 g – 12 kg
Wandstärke
ab 0,8 mm
Maßtoleranz
DCTG 6 nach ISO 8062-3
Losgröße
ab 250 Stück bis 1.000.000+ p.a.

Was Aluminiumdruckguss leistet – und wo seine Grenzen liegen

Aluminiumdruckguss ist das wirtschaftlich überlegene Verfahren, wenn dünnwandige, geometrisch komplexe und gleichzeitig festigkeitsrelevante Metallbauteile in Serie produziert werden müssen. Im Kaltkammer-Verfahren wird flüssiges Aluminium mit Druck in eine stählerne Dauerform geschossen, erstarrt in Sekunden und wird anschließend entformt. So entstehen Bauteile, die in Festigkeit, Maßgenauigkeit und Oberflächenqualität konkurrenzlos sind – gerade dort, wo gefräste Teile zu teuer und Kunststoff nicht stabil genug ist.

K+T fertigt seit über 30 Jahren Aluminium-Druckgussteile am Standort Finnentrop-Lenhausen. Wir gießen mit Schließkräften von 250 bis 850 Tonnen, in Wandstärken ab 0,8 mm und mit Bauteilgewichten von 5 Gramm bis 12 Kilogramm. Die Stückzahlen reichen vom Vorserienlauf mit wenigen hundert Bauteilen bis zur ausgelasteten Großserienfertigung mit über 1.000.000 Teilen pro Auftrag.

Aluminiumdruckguss ist ideal für komplexe Geometrien, dünne Wände, hohe Stückzahlen und enge Toleranzen. Seine Grenzen liegen bei sehr großen oder besonders dickwandigen Bauteilen, bei höchsten Sicherheitsklassen mit strenger Porositätsfreiheit (hier helfen Vakuum-Druckguss oder Squeeze-Casting) und bei Stückzahlen unter ca. 250 pro Jahr – dort lohnt der Werkzeugbau in der Regel nicht ohne gezielte Rapid-Tooling-Konzepte.

Welche Aluminium-Legierung passt zu Ihrem Bauteil?

Die Wahl der richtigen Aluminiumlegierung ist die wichtigste Entscheidung in der frühen Konstruktionsphase. Sie beeinflusst Festigkeit, Korrosionsverhalten, Bearbeitbarkeit, Eloxierfähigkeit und natürlich den Werkstoffpreis. Unsere Projektingenieure beraten Sie auf Basis Ihrer Lastannahmen, Umgebungsbedingungen und Folgeprozesse – schon bevor die erste Zeichnung in den Werkzeugbau geht.

Typische Aluminium-Druckgusslegierungen bei K+T
LegierungNormFestigkeitTypische Anwendung
AlSi9Cu3EN AC-46000Rm ≥ 240 MPaAllround – Gehäuse, Halter, Maschinenteile
AlSi12(Fe)EN AC-47100Rm ≥ 240 MPaDünne Wände, dichte Bauteile, gute Gießbarkeit
AlSi10Mg(Fe)EN AC-43400Rm ≥ 240 MPaSchweißgeeignet, höhere Bruchdehnung
AlMg5Si2MnEN AC-51500Rm ≥ 250 MPaHochkorrosionsfest, eloxierbar, Sichtteile

Toleranzen, Maße und Wandstärken in der Praxis

Druckguss ist nicht „so genau wie Fräsen". Aber er ist genau genug, um die meisten Funktionsmaße direkt aus dem Werkzeug abzubilden – und nur die wirklich kritischen Maße gezielt zerspanend nachzuarbeiten. Genau hier liegt der wirtschaftliche Hebel des Verfahrens.

Wir arbeiten standardmäßig nach DIN EN ISO 8062-3 mit Allgemein­toleranzen DCTG 6 für Maße und Form-/Lagetoleranzen GCTG 5. Funktionsflächen, Passungen H7/H8 und Gewinde realisieren wir über nachgelagerte CNC-Bearbeitung auf 4- und 5-Achs-Maschinen. Damit erreichen wir auf den bearbeiteten Bereichen Toleranzen bis IT7.

  • Wandstärken: Standard 1,5 – 3 mm, möglich ab 0,8 mm – je nach Fließweg und Geometrie.
  • Entformungsschrägen: 0,5° – 2° für glatte Außenwände, 1° – 3° für Kerne und Rippen.
  • Rundungen: Innenradien ≥ 0,5 mm vermeiden Spannungsspitzen und Lunkerbildung.
  • Werkzeugteilung: bewusst entlang nicht-funktionaler Flächen gelegt – wir beraten zur DFM-optimalen Lage.
  • Toleranzklasse: Allgemeintoleranzen DCTG 6 / GCTG 5 nach ISO 8062 als Grundlage.

Nachbearbeitung: einbaufertig aus einer Hand

Ein Aluminiumdruckgussteil wird selten direkt nach dem Entgraten verbaut. In der Praxis schließen sich mehrere Folgeprozesse an, die wir bei K+T entweder im Haus oder über einen kuratierten Partnerkreis abdecken. Damit wird aus dem Rohgussteil ein einbaufertiges Bauteil, das in Ihrer Montage sofort eingesetzt werden kann.

  • CNC-Bearbeitung

    4- und 5-Achs-Fräsen, Drehen, Gewindeschneiden, Passungen H7/H8 auf Funktionsflächen.

  • Oberflächenveredelung

    Eloxieren (E6/EV1, dekorativ und technisch), Pulverbeschichten, Trommeln, Strahlen, Imprägnieren.

  • Wärmebehandlung

    T5/T6-ähnliche Verfahren zur Festigkeitssteigerung und Spannungsarmglühen.

  • Prüfung & Dokumentation

    Maß-, Dichtheits- und Sichtprüfung, Messprotokolle, Erstmusterprüfberichte (PPAP-Logik).

Stückzahlen und Werkzeugkonzept – Prototyp bis Großserie

Welches Werkzeugkonzept sinnvoll ist, hängt vor allem von der geplanten Lebensdauer und der Jahresstückzahl ab. Für kleine Vorserien können wir mit modularen Werkzeugen oder Einsätzen aus Aluminium-Werkzeugstahl arbeiten, die schnell und vergleichsweise günstig sind. Für echte Großserien legen wir Mehrfach- oder Mehrkavitäten-Werkzeuge aus, die über mehrere hunderttausend Schuss zuverlässig laufen.

Eine grobe Orientierung: Bis ca. 5.000 Stück pro Jahr lohnt sich häufig ein Einfach- oder Rapid-Tool. Zwischen 5.000 und 50.000 Stück bewegen wir uns in der klassischen Mittelserie mit robusten Werkzeugen. Ab 50.000 Stück pro Jahr lohnt die Investition in Mehrkavitäten-Werkzeuge mit automatisierter Entnahme – wir gehen so wirtschaftlich bis weit über 1.000.000 Teile pro Auftrag.

Branchen und typische Anwendungen

Aluminiumdruckguss ist in nahezu allen produzierenden Industrien zu Hause. Bei K+T konzentrieren wir uns auf die Branchen, in denen technische Sorgfalt, Lieferzuverlässigkeit und persönliche Betreuung mehr zählen als der niedrigste Preis aus Fernost.

  • Maschinenbau

    Gehäuse, Lagerböcke, Antriebsdeckel, hydraulische Komponenten.

  • Automotive & Zulieferer

    Halter, Konsolen, Sensorgehäuse, Strukturteile.

  • Elektrotechnik

    Schaltschrank- und Sensorgehäuse, Kühlkörper, Anschluss­komponenten.

  • Medizintechnik

    Geräteträger, Gehäuse für Diagnostik und Antriebe – mit dokumentierten Prozessen.

Warum Einkäufer und Konstrukteure K+T wählen

Aluminiumdruckguss ist ein Vertrauensgeschäft. Werkzeuge sind teuer, Lieferketten lang, Reklamationen ärgerlich – und die wahre Qualität eines Gussbauteils sieht man oft erst beim eingebauten Teil. Genau deshalb setzen unsere Kunden seit über drei Jahrzehnten auf K+T:

  • Über 30 Jahre Erfahrung im Aluminium- und Zinkdruckguss – ohne Eigentümerwechsel, ohne Standortverlagerung.
  • Eigene Fertigung in Deutschland mit kurzer Reaktionszeit und transparenten Prozessen.
  • Stückzahlen von 250 bis 1.000.000+ Bauteilen pro Jahr – wir wachsen mit Ihrem Projekt.
  • Persönliche Ansprechpartner statt Hotline – pro Projekt eine feste Bezugsperson.
  • Industriepartner statt Lieferant – langfristige Partnerschaften, gemeinsame Optimierung, ehrliche Kommunikation.
Häufige Fragen

Fragen aus Einkauf & Konstruktion

Welche Aluminium-Legierungen verarbeitet K+T?

Wir gießen vorwiegend AlSi9Cu3 (EN AC-46000), AlSi12(Fe) (EN AC-47100) sowie AlSi10Mg(Fe) (EN AC-43400). Auf Anfrage auch korrosionsfestere oder schweißbare Legierungen wie AlMg5Si2Mn (EN AC-51500). Die Werkstoffauswahl klären wir gemeinsam mit Ihrer Konstruktion – abhängig von Festigkeit, Wärmeleitfähigkeit, Oberflächengüte und Folgeprozessen.

Ab welcher Stückzahl lohnt sich Aluminiumdruckguss?

Wirtschaftlich starten wir bei rund 250 bis 500 Bauteilen pro Jahr, sofern ein Druckgusswerkzeug investiert werden soll. Für sehr kleine Serien oder Vorserien bieten wir Rapid-Tooling-Lösungen oder kombinierte Werkzeuge an, die die Werkzeugkosten signifikant senken.

Welche Toleranzen sind im Aluminiumdruckguss realistisch?

Direkt aus dem Druckguss erreichen wir Allgemeintoleranzen nach DIN EN ISO 8062-3 (z. B. DCTG 6) und Form-/Lagetoleranzen je nach Bauteilgeometrie. Für engere Maße bis IT7 setzen wir auf gezielte CNC-Nachbearbeitung der Funktionsflächen.

Können Sie auch komplette Baugruppen liefern?

Ja. Wir bieten den kompletten Prozess von der Konstruktionsberatung über Druckguss, CNC-Bearbeitung, Oberflächenbehandlung (Eloxal, Pulverbeschichten, Imprägnieren), Wärmebehandlung bis zur Endmontage und 100-%-Prüfung. Damit reduzieren Sie die Anzahl Ihrer Lieferanten und Schnittstellen.

Wie lange dauert die Erstmusterlieferung?

Vom freigegebenen Werkzeug bis zum Erstmuster vergehen typischerweise 8 bis 14 Wochen. Bei vorhandenem Werkzeug oder Wiederholteilen liefern wir Muster innerhalb weniger Tage.

Bietet K+T einen festen Ansprechpartner pro Projekt?

Ja. Jedes Projekt wird durch einen festen Projektverantwortlichen begleitet – vom Erstkontakt über die Bemusterung bis zur Serie. Sie sprechen mit derselben Person und nicht mit einer Hotline.

Kundenvertrauen

Was unsere Kunden sagen.

"K+T hat uns innerhalb von 4 Wochen einen abgesprungenen Asien-Lieferanten ersetzt – mit besserer Qualität."
Einkaufsleiter, Automotive Tier-1
"Erstmuster sofort i.O., PPAP ohne Beanstandung. So muss Druckguss aus Deutschland sein."
Entwicklungs­leiter, Maschinenbau
"Endlich ein Druckguss­partner, der konstruktiv mitdenkt statt nur Werkzeuge zu fahren."
Konstrukteur, Elektrotechnik OEM
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Konstruktions-Checkliste und Werkstoff-Vergleich – kostenfrei für Einkäufer & Konstrukteure.

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